Es sind die Begegnungen mit Menschen,
die das Leben lebenswert machen.
Dieses Zitat begleitet mich seit vielen Jahren. Denn genau diese Begegnungen prägen meine Arbeit als Bürgermeister. Ich bin gern bei den Menschen, höre zu, nehme mir Zeit und bin überzeugt: Die besten Entscheidungen entstehen, wenn man die Menschen kennt.
Gifhorn ist meine Heimat. Hier lebe ich, hier bin ich verwurzelt und hier schlägt mein Herz. Gemeinsam haben wir unsere Stadt in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt. Dafür bin ich dankbar. Gleichzeitig bin ich überzeugt: Gifhorn hat noch viele Chancen, die vor uns liegen.
Vertrauen entsteht nicht durch große Worte. Vertrauen entsteht, wenn man erreichbar ist, Verantwortung übernimmt und hält, was man zusagt. Genau dafür stehe ich: mit Leidenschaft, Erfahrung und dem festen Willen, unsere Stadt weiter voranzubringen.
Ich möchte, dass Gifhorn auch in Zukunft der Ort ist, an dem Familien gern leben, Unternehmen investieren, Ehrenamt wächst, Generationen zusammenkommen und unsere Innenstadt zum Verweilen einlädt. Eine Stadt, die Bewährtes bewahrt und gleichzeitig den Mut hat, neue Ideen umzusetzen.
Ich freue mich darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Denn die Zukunft Gifhorns entsteht nicht im Rathaus allein. Sie entsteht im Miteinander.
Herzlichst
Ihr Matthias Nerlich
Mein Start ins Leben begann 1972 in Gifhorn. Ich bin mit drei Generationen unter einem Dach aufgewachsen. Das hat mich geprägt.
Meine Schullaufbahn habe ich 1992 mit dem Abitur am Humboldt-Gymnasium in Gifhorn beendet. Eine wichtige Erfahrung war für mich der Wehrdienst beim Panzergrenadierbataillon 322 in Wesendorf. Hier habe ich erfahren, was Verlässlichkeit und Zusammenhalt heißt.
Mein Jurastudium habe ich im Jahr 2000 mit dem ersten Staatsexamen abgeschlossen.
Meine berufliche Laufbahn begann nach dem Abschluss meines Jurastudiums im Jahr 2000 wenig später als persönlicher Referent des Bundestagsabgeordneten Heinrich-Wilhelm Ronsöhr. Ihn habe ich bis 2003 begleitet – das hat meinen Berufsweg mitbestimmt. Im März 2003 gelang mir der Einzug in den niedersächsischen Landtag und im Jahr 2008 sprachen mir die Wählerinnen und Wähler erneut ihr Vertrauen aus.
Mein politisches Engagement ist eng mit der Kommunalpolitik verknüpft und mit der Verbundenheit zu meiner Heimat. Sicherlich spielt auch mit rein, dass ich Entwicklungen gern mitgestalte und Verantwortung übernehme. 1996 wurde ich mit 24 erstmals in den Gemeinderat Leiferde gewählt. Mit der Kommunalwahl 2001 wurde ich außerdem Bürgermeister von Leiferde und Ratsmitglied der Samtgemeinde Meinersen. Seit dem 1. November 2011 habe ich das Amt des Bürgermeisters der Stadt Gifhorn inne.
Mein Ehrenamt prägt mein auch meine Politik. Für mich bedeutet es: Dort hinsehen, wo andere wegsehen. So lautet das Credo des Deutschen Roten Kreuzes, das ich mir als Vorsitzender des DRK im Landkreis Gifhorn zu eigen gemacht habe. Es ist zu meinem persönlichen Motto geworden, das mich in vielem leitet, was ich zu bewältigen habe.
Kraft tanken muss auch sein. Zeit mit meiner Familie und Freunden, mit dem Rad auf Entdeckungstour, auf dem Sportplatz die Spieler anfeuern, mich mit einem spannenden Buch gemütlich zurückziehen – das sind meine Kraftmomente.
Eltern in Gifhorn können sich darauf verlassen, dass ihr Kind einen Krippen- oder Kindergartenplatz erhält. Denn in den vergangenen Jahren haben wir systematisch in den Ausbau neuer Krippen- und Kindergartenplätze investiert, so dass kein Kind mehr außen vor bleibt.
Jetzt gehen wir den nächsten großen Schritt. Wir senken die Gruppengrößen. Denn kleinere Gruppen bedeuten mehr Zeit für jedes einzelne Kind. So gelingt eine noch bessere Förderung. Und das bedeutet spürbar mehr Qualität im Kita-Alltag.
Familien müssen sich darauf verlassen können, dass Betreuung jederzeit funktioniert – auch dann, wenn eine Erzieherin erkrankt ist. Deshalb möchte ich eine verlässliche Betreuung auch in Notsituationen schaffen. Denn wenn das Kind ungeplant zuhause bleiben muss, bedeutet das für die Eltern meist großen Stress.
Bildung legt den Grundstein für eine gute Zukunft unserer Kinder. In Bildung zu investieren sehe ich deshalb als eine der wichtigsten Aufgaben unserer Stadt.
Mir liegt die Leseförderung besonders am Herzen. Rund jedes vierte Kind verlässt die Grundschule ohne ausreichende Lesekompetenz und das will ich ändern. Mit einer Mitgliedschaft bei MENTOR, mehr Lesepatinnen und Lesepaten in den Schulen und einer besseren Ausstattung unserer Schulbüchereien stärken wir das Lesen von Anfang an.
Genauso wichtig ist mir ein Ganztag mit hoher Qualität, der Kinder individuell fördert und Familien verlässlich unterstützt. Gleichzeitig investieren wir kontinuierlich in die Sanierung und Modernisierung unserer Schulen. Denn Kinder lernen dort am besten, wo sie sich wohlfühlen.
Jedes Kind ist anders. Deshalb möchte ich unser Schulangebot gezielt weiterentwickeln und unterschiedliche Schulformen ermöglichen. Mein Ziel ist, dass jedes Kind in Gifhorn den Bildungsweg findet, der am besten zu seinen Stärken und Talenten passt.
Wer ein Leben lang gearbeitet, Verantwortung übernommen und unsere Stadt mitgestaltet hat, verdient Respekt und Wertschätzung. Mein Ziel ist, dass ältere Menschen in Gifhorn selbstbestimmt, aktiv und mitten in unserer Gemeinschaft leben können.
Mit der Initiative „Gifhorn verbindet Generationen“ möchte ich Jung und Alt noch stärker zusammenbringen. Mit Generationenpatenschaften, bei denen ältere Menschen Kinder beim Lesen begleiten oder ihre Berufs- und Lebenserfahrung weitergeben. Gleichzeitig unterstützen Jugendliche als Digitalpaten ältere Menschen im Umgang mit Smartphone und Internet.
Ebenso wichtig ist mir die passende Wohnung für jede Lebensphase. Deshalb sollen bei neuen Wohngebieten von Anfang an vielfältige Wohnformen mitgedacht werden: von barrierefreien Wohnungen über Mehrgenerationenhäuser bis hin zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten. So können Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben. Gifhorn soll eine Stadt sein, in der Menschen jeden Alters gerne leben.
Gesundheit ist die Grundlage für Lebensqualität. Ich setze mich dafür ein, dass Menschen in Gifhorn auch in Zukunft schnell und wohnortnah medizinisch versorgt werden. Eine gute haus- und fachärztliche Versorgung ist für mich ein entscheidender Standortfaktor: für Familien, Berufstätige und ältere Menschen.
Mit einem Gesundheitsnetzwerk Gifhorn möchte ich Stadt, Krankenhaus, Ärzteschaft, Apotheken, Therapeuten, Pflege und den Landkreis an einen Tisch bringen. Gemeinsam wollen wir neue Ärztinnen und Ärzte für Gifhorn gewinnen, Praxisnachfolgen sichern und Versorgungslücken frühzeitig erkennen. In größeren Neubaugebieten sollen Flächen für Ärztehäuser und Gesundheitsangebote von Anfang an mitgedacht werden. Denn wir brauchen eine Versorgung, die mitwächst.
Gesundheit bedeutet mehr als gute Medizin. Mit dem Programm „Gifhorn bewegt sich“ möchte ich mit unseren Sportvereinen kostenlose Bewegungsangebote im öffentlichen Raum schaffen. So fördern wir Gesundheit, Prävention und Begegnung für Menschen jeden Alters.
In den vergangenen Jahren haben wir viele neue geförderte Wohnungen geschaffen. Jetzt müssen wir den Blick erweitern. Denn immer mehr Menschen mit einem geregelten Einkommen können sich steigende Mieten kaum noch leisten. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen ,sehe ich als eine zentrale Zukunftsaufgabe unserer Stadt. Das wollen wir mit einem Wohnungsbaupakt erreichen. Da wird es darum gehen, all die Barrieren aus dem Weg zu räumen, die aktuell noch den Wohnungsbau erschweren. Den Runden Tisch für bezahlbares Wohnen werden wird gemeinsam mit der städtischen Gifhorner Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft mbH (GEG), der Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft (GWG), Wohnungsunternehmen, lokalen Investoren und der Stadt ins Leben rufen. Mein Ziel: Gemeinsam an einem Strang ziehen, für eine neue Wohnungsbau-Strategie. Gleichzeitig wollen wir prüfen, ob die GEG künftig neben der Entwicklung von Bauland auch selbst Wohnraum schaffen kann. So könnten wir bezahlbares Wohnen langfristig sichern.
Ich möchte eine Innenstadt, in die Menschen nicht nur zum Einkaufen kommen, sondern weil sie sich dort gerne aufhalten. Ein Ort der Begegnung, der zum Verweilen einlädt und Lust macht, immer wiederzukommen. Mit Aller, Ise und Mühlensee besitzt Gifhorn dafür beste Voraussetzungen. Dieses besondere Potenzial wollen wir noch stärker nutzen, das Wasser erlebbarer machen und neue Aufenthaltsorte schaffen. Mehr Raum für Gastronomie und Veranstaltungen sowie Spiel- und Erlebnisangebote für Kinder machen unsere Innenstadt lebendig und attraktiv für alle Generationen. Gemeinsam mit Handel, Gastronomie, Eigentümern und Stadtmarketing entwickeln wir unsere Innenstadt Schritt für Schritt weiter, damit sie das lebendige Herz unserer Stadt bleibt.
Der Spielplatz am Schlosssee ist schon heute ein echtes Highlight für Kinder und Familien. Deshalb möchte ich ihn um einen neuen Erlebnisbereich erweitern und seine Attraktivität weiter steigern. So entwickeln wir einen der schönsten Spielplätze der Region konsequent weiter.
Gleichzeitig möchte ich einen neuen Gedanken in Gifhorn verwirklichen: Generationenplätze. Ein Spielplatz ist für Kinder da. Ein Generationenplatz ist für alle da – mit Treffpunkten für Jugendliche, Aufenthaltsbereichen für Familien und grünen Plätzen mit Sitzgelegenheiten für ältere Menschen.
So entstehen Orte, an denen Kinder spielen, Jugendliche sich treffen, Familien Zeit miteinander verbringen und ältere Menschen gerne verweilen. Orte, die Menschen zusammenbringen und das Miteinander in unserer Stadt stärken.
Unsere Vereine machen Gifhorn lebendig. Sie schaffen Gemeinschaft, übernehmen Verantwortung und bereichern unsere Stadt jeden Tag. Dieses Engagement verdient mehr als ein Dankeschön – es braucht verlässliche Unterstützung. Vereine müssen sich auf eine sichere finanzielle Förderung durch die Stadt verlassen können. Dafür stehe ich. Gleichzeitig darf Bürokratie nicht zur Belastung für das Ehrenamt werden. Mit einer zentralen Anlaufstelle, unserem Fördermanagement und digitalen Lösungen wollen wir Vereine bei Anträgen und Verwaltungsaufgaben spürbar entlasten. Mit dem neuen Haus der Vereine schaffen wir außerdem einen festen Ort für Begegnung, Zusammenarbeit und Engagement. Das gilt auch für die Ortsteile. Gamsen zum Beispiel: Im Zuge der geplanten Modernisierung des Dorfgemeinschafshauses wird auch das Fachwerkhaus saniert und neue Räume für die örtlichen Vereine geschaffen. So stärken wir das Ehrenamt – und das Miteinander in unserer Stadt.